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Kategorie: Allgemein

"...das schmerzt mich erkenntnistheoretisch" - sagt Rita, wenn Beleidigungen einfach nicht zur Situation oder zum Thema passen

(K)ein Urlaub in Vulgarien

Achtung! Dieser Podcast enthält ganz explizit sehr explizite Beleidigungen! Aber wir müssen halt mal drüber reden. Und das Schöne: Beim Thema Schimpfen und Beleidigen sind wir zwei, Rita und Nora, wirklich sehr verschieden. Ich, Nora, bin da eher impulsiv und – ja, ich muss es wohl so sagen – vulgär. Und Rita hat da weniger den Hang zum Beleidigen. Aber warum machen wir das? Warum beleidigen wir und vor allem, warum benutzen wir dabei völlig unreflektiert Worte, die wir in einem ausgeglichenen Gemütszustand niemals verwenden würden? Für Rita übrigens ganz wichtig beim Thema beleidigen und beschimpfen: Wenn dann bitte kontextbasiert und korrekt! Ein großer Spaß mit Raum für Kreativität. Ach, bei der Gelegenheit: Schickt uns doch gerne eure kreativsten Schimpfworte via Mail oder Twitter. Von Rita habe ich im Nachgang noch folgendes gelernt: „Phallogozentristenarsch“ – eine schön feminismuszentrierte Beleidigung 😉

Zitat: Danke, dass Sie immer krank zur Arbeit gekommen sind. Kein Arbeitgeber jemals.

Episode 4: Darf ich krank zur Arbeit?

Zugegeben, die Frage ist ein bisschen naiv gestellt – und von Rita gibt’s da auch gleich den ersten Einwand: Wieso darf? Wir könnten auch fragen: Muss, kann oder soll ich krank zur Arbeit? Dahinter stehen verschiedene Ansätze. Der eine ist ein gesellschaftlicher Ansatz. Also hab ich eigentlich die Verantwortung dafür, andere nicht anzustecken? Der andere bezieht sich auf die Verantwortung mir selbst gegenüber. Und zack, stecken wir schon wieder in einem Dilemma…

In unserem Gespräch bezieht sich Rita übrigens auch auf den französischen Soziologen Alain Ehrenberg, der bereits 1998 das Buch „Das erschöpfte Selbst“ veröffentlicht hat, noch bevor sich der Begriff „Burn-Out“ als allgemeine Zustandsbeschreibung durchgesetzt hat. Das zweite Buch, das Rita kurz anspricht, ist „Resonanz“ von Hartmut Rosa. Dazu gibt es hier einen Artikel bei Deutschlandradio Kultur.

Episode 3: Die demokratische Jogginghose

Kann ich Rita eigentlich in der Joggingbuchse empfangen, wenn wir zusammen den Podcast aufnehmen? Klar kann ich – aber warum frag ich mich das überhaupt? Warum ist uns Kleidung so wichtig? Am Ende ist es wie mit Sprache – wir können nicht nicht kommunizieren. Selbst nackt würden wir ein Statement abgeben. Wie wir allerdings von der Jogginghose zu Bourdieu, dem symbolischen Kapital, zu Germanys Next Topmodel und dem Stockholm Syndrom gekommen sind, wissen wir selbst nicht mehr – da müsst ihr schon nachhören.

Kleiner Funfact: Irgendwie ist der allererste SMS-Kontakt von Rita und Nora erhalten geblieben. Vom 11. April 2015. Ein kleines Dankeschön von Rita zum ersten Auftritt bei DRadio Wissen. Und wie endet Ritas SMS: „Jetzt aber Jogginghose statt kurzes Röckchen!“ – Am Ende war es doch einfach Schicksal, dass wir jetzt zusammen am Mikro sitzen.

Und hiermit entspreche ich (Nora) einem besonderen Wunsch von Rita und schenke euch den „Sexy getting ready song“:

Ein Zitat aus dem Podcast

Episode 2: Wer lebt, macht sich schuldig

Irgendwie ist diskutieren unser neues großes Hobby geworden. Am liebsten zoffen wir uns in sozialen Netzwerken über Ernährungsgewohnheiten. Fleischesser, Vegetarier, Veganer – alle diskutieren übers Essen. Aber tun sie das wirklich? Oder geht es nicht eigentlich um etwas ganz anderes bei diesen Diskussionen. Rita und Nora haben sich ihre Gedanken dazu gemacht. Erste Erkenntnis: Wer leben will, muss essen. Wer isst, macht sich schuldig. Hrmpf…

Anlass für die Diskussion war übrigens ein Post von Nora auf ihrer Facebook-Seite. Wer sich die Diskussion dazu ansehen möchte, folgt diesem Link. Die Episode ist aber auch ohne diesen Hintergrund gut zu verstehen.

Episode 1: Rita und der Sauna-Troll

Ein Saunagast schnappt sich das falsche Handtuch. Ritas Handtuch um genau zu sein. Eigentlich ließe sich die Sache schnell klären: „Entschuldigung, haben Sie vielleicht versehentlich mein Handtuch gegriffen?“ – aber denkste. Am Ende läuft alles ganz anders und zurück bleibt ein seltsames Gefühl:

Das Audio-Zitat von Svenja Flaßpöhler stammt übrigens aus „Eine Stunde Talk“ mit Sven Preger. Wir können diesen Talk nur sehr empfehlen: „Verzeihen ist kein Deal“