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Kategorie: Podcast

Rita stellt fest: Aha die Nora ist Stoikerin. Nora antwortet: Watt bin ich?

Episode 19: Glück ist ein domestiziertes Eichhörnchen

Wann sind wir eigentlich glücklich? Und wie lange hält Glück eigentlich an? Wir haben einen Comic von The Oatmeal zugeschickt bekommen und haben ein bisschen darüber nachgedacht. Wir haben den Stoikern einen kleinen Besuch abgestattet, über Ataraxie gesprochen, über domestizierte Eichhörnchen, Gehirn-Orgasmen beim Rätsel lösen und die Frage, warum wir uns das Leben hier in Westeuropa eigentlich immer noch „leicht machen“ müssen.

Ritas Literaturliste:

  • Aristoteles: Nikomachische Ethik. Übersetzt von Franz Dirlmeier. Stuttgart: Reclam. 2003.
  • Bollnow, Otto Friedrich: Das Wesen der Stimmungen. Studienausgabe in 12 Bänden. Band 1. Würzburg: Könisghausen & Neumann. 2009.
  • Fuchs, Birgitta/ Farokhifar, Karin/ Schütte, André (Hrsg.): Glück. Annäherungen an einen unsteten Zustand. Reihe nachdenken. Band 1. Rheinbach: CMZ. 2012.
  • “Glück/ Glückseligkeit” in: Mittelstraß, Jürgen (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Stuttgart, Weimar: Metzler. 1995.
  • Pieper, Annemarie: Glückssache. Die Kunst gut zu leben. 4. Auflage. München: dtv. 2007.
    Wolf, Ursula: Aristoteles‘ Nikomachische Ethik. PDF verfügbar unter d-nb.info.

Und das ist der Cäthe-Song, von dem Rita und Nora gesprochen haben:

Rita: "Die Welt ist nicht sicher. Existenz ist bedroht. Immer" Nora: "Mit jedem Atemzug" Rita: "Und wir sterben um Himmels Willen! Das ist so."

Episode 18: Wir werden alle sterben!

Das ist aber noch kein Grund in Panik zu verfallen. Denn der Sterblichkeit steht ja auch die Geburt gegenüber und das Mensch werden. Trotzdem verändert sich unser Blick auf das Leben, wenn wir uns unserer Sterblickeit bewusst werden. Wenn wir eh alle sterben, warum streben wir dann nach Sinn? Begeben wir uns zum Beispiel in ein Raumschiff und betrachten die Erde aus dem All, ist alles Menschsein zusammengeschrumpft auf einen winzigen blauen Punkt – angeleuchtet von der Sonne. Werden und Vergehen, gut und böse – alles wird eins. Ohne Unterschied.
Wir begeben uns mit euch in unendliche Weiten – und unendliche Tiefen. Auf der Suche nach Antworten auf existentielle Lebensfragen – Aug in Aug mit der Sinnlosigkeit.

Ritas Literaturliste:

  • De Beauvoir, Simone: Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le Deuxième Sexe. 1949.]
  • Bollnow, Otto Friedrich: Lebensphilosophie und Existenzphilosophie. Schriften. Studienausgabe in zwölf Bänden, Band 4. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2009.
  • Camus, Albert: Der Mythos des Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. In neuer Übersetzung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le mythe de Sisyphe. 1942.]
  • Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Zur Krisenlage des modernen Menschen. Erziehungswissenschaftliche Vorträge. Würzburg: Königshausen & Neumann. 1989.
  • Sartre, Jean-Paul: Der Existenzialismus ist ein Humanismus und andere philosophische Essays 1943 – 1948. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: L’existentialisme est un humanisme. 1946.]
  • Buber, Martin: Ich und Du. Stuttgart: Reclam. 2008. [Original: 1923.]

Weitere Links zum Thema:

Der Radiolab Podcast über die Voyager: „Where the sun don’t shine“ (Ab 18’20“)

Die Liebesgeschichte, die auf der Golden Plate mit der Voyager ins All geschickt wurde: „Voyager’s love story

Schönheit ist Futter für die Seele

Episode 17: Schönheit ist Futter für die Seele

Was ist eigentlich Schönheit? Wie können wir das definieren? Das fragt sich Rita, während sie zwei Menschen dabei zuschaut, wie sie sich über ein Kunstwerk streiten. Ist das jetzt schön? Oder eher nicht? Nora hat sich eine ähnliche Frage gestellt als sie einen Online-Artikel zu einem Beitrag über Brutalismus verfasst. Ist das jetzt schön? Faszinierend auf jeden Fall. Aber schön? Es bleibt ein zerissenes Gefühl und die Frage: Wie können wir eigentlich Schönheit auf einen gemeinsamen Nenner bringen? In der Diskussion landen wir bei Platon, Plotin und Schiller. Aber auch bei Depressionen und dem Wort Anästhese – die völlige Abwesenheit des Gefühls für das Schöne. Und nicht umsonst ist das Wort mit der Anästhesie verwandt… eine ziemlich spannende Reise durch die Gedankenwelt rund um die Schönheit.

"Ich kann mich schon mal locker machen, aber auch das nur sehr hart" Zitat von Rita Molzberger

Episode 15: Verhärten kann auch Spaß machen

In Episode 6 hatten wir es ja schon mal von Höflichkeit – und irgendwie ist Nora mit dem Begriff nicht richtig warm geworden. Vielleicht liegt das an einem Missverständnis! Denn vor kurzem hatte Sven Preger bei Deutschlandfunk Nova den Sprachkünstler Fabian Neidhardt zu Gast. Seine These: Wir stellen Unverbindlichkeit ganz oft mit Höflichkeit gleich. Florian Neidhardt beschäftigt sich mit Weichmachervokabeln in der Sprache. Wir folgen ihm auf dieser Spur. Denn in unserer Sprache findet sich auch immer der Zeitgeist wieder. Wofür also brauchen wir die Verflüssigung? Wo ist sie gut? Wo hinderlich? Und was ist mit der vollständigen Verflüchtigung, wie sie sich zum Beispiel im Phänomen des Ghosting manifestiert? Bei aller Viskosität der Gedanken sind sich Rita und Nora am Ende einig: Wir brauchen die Verhärtung – für den Diskurs und die Streitkultur. Aber eben nicht nur.

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Inspiriert zu dieser Podcast-Episode hat uns der Talk von Fabian Neidhardt mit Sven Preger in „Eine Stunde Talk“ bei Deutschlandfunk Nova.

"Der Minimalismus kann eine Weise des Kommunikationsverzichts sein"

Episode 14: Die fiese Schwester von Nietzsche

Was macht man eigentlich, wenn man über Minimalismus sprechen will und dann feststellt: Eigentlich haben wir nicht so richtig Ahnung von dem Thema? Kein Problem, sprechen wir halt über Dingbeziehungen. Schließlich sind die essentiell im Bezug auf Minimalismus. Und schon geht das Nähkästchen auf und Rita erzählt von ihren FAST libidinösen Beziehungen zu Stiften (schönes Wort übrigens „libidinös“) und Nora über die hässliche Weihnachtsmann-Glocke von Oma, die nie, aber auch wirklich nie zum Einsatz kommt. Wir stellen uns aber auch ganz essentielle Fragen. Warum hängen wir unser Herz eigentlich an Dinge? Warum fällt es uns so schwer, uns von Dingen zu trennen? Warum häufen wir Sachen an, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Und gibt es unterschiedliche Arten, Dinge zu kaufen? Eindeutig ja! Die Erklärung dazu, gibt’s in dieser Episode.

Danke übrigens an den Daddies in Distress Podcast, bei denen es zufällig auch um Minimalismus ging, für diesen Link:

Zitat von Rita: Das ist das Problem, dass man unter Vernunftbedingungen einsieht, man kann Glück nicht herstellen, aber man möchte so gerne...

Episode 13: Das Unglück zurückschlagen

Das fängt ja schon gut an mit der Folge 13 – da vergessen wir glatt uns vorzustellen! Muss an der Zahl liegen! Ein perfekter Anlass, um über Aberglauben zu sprechen. Und wo landen wir? Bei der Frage, ob, wie, wann oder warum wir Glück herstellen wollen oder möchten. Oder eben auch nicht. Denn: Aberglaube versucht in erster Linie, Glück herzustellen, beziehungsweise Unglück abzuwenden. Und natürlich landen wir auch wieder bei dem guten alten Aristoteles. Und der Eudaimonia – den guten Dämonen. Und bei Selbsterhellung. Eine kleine Reise ins Glück – oder das, was wir darunter verstehen.

Und weil wir – verflixte Folge 13! – auch noch vergessen haben euch zu sagen, wie und wo ihr uns erreichen könnt, reichen wir das hier nach: Schickt uns euer Feedback gerne via Twitter (@WDDD_Podcast), Facebook, E-Mail (nora (at) wasdenkstdudenn.de oder rita (at) wasdenkstdudenn.de) – und auch im Sendegate sind schon Nachrichten an uns gelandet. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Den Titel für diesen Podcast hat – mal wieder – Rita beigesteuert:

Zitat von Rita: Das ist ein Gedanke, des Neuhumanismus, den ich hoch aktuell finde: Dass ich mit meinem Leben einen Vorschlag mache, was Menschheit sein könnte.

Episode 12: Gib dir die Weckschelle!

Wie konnte das nur passieren? Es haben doch alle gewusst! Die Frage wird gerne im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg gestellt und nein, die können wir nicht beantworten. Was wir uns aber fragen können: Wann setzen wir eigentlich Wissen in Handlungen um? Aktuell schön zu sehen an der Debatte um Plastikmüll und To-Go-Becher. Wir wissen alle: Plastikmüll und To-Go-Becher sind schlecht für die Umwelt. Sie vergiften unser Wasser und töten Meerestiere. Wir finden das zwar alle ganz schlimm, trotzdem fällt es uns schwer, unser Leben so zu ändern, dass wir deutlich weniger Plastikmüll produzieren. Warum? In dieser Episode diskutieren wir die Rahmenbedingungen. Wann handeln wir? Wie entwickeln wir Handlungsalternativen? Und wie setzen wir einen Veränderungsprozess in Gang? Denn egal, welche Begründung wir finden, warum wir unser Wissen nicht in Handlung übersetzen. Sind die Dinge, die wir täglich tun, alternativlos? Manche schon. Essen zum Beispiel. Manche aber auch nicht, vor allem nicht in der Retrospektive: „Das auszuhalten ist wahrscheinlich ganz schwer, dass es immer auch ein alternatives Handeln gegeben hätte.“ Und dann? Weckschelle!

Das ist übrigens der Artikel, über den wir eingangs ganz kurz sprechen: Neu entdecktes Tagebuch – Jeder konnte es wissen (Zeit online vom 22. Juni 2011)

Zitat: Geruch ist Anwesenheit

Episode 11: Geruch ist Anwesenheit

Es ist Sommer und ja – es stinkt! Manchmal zumindest. Zum Beispiel in der U-Bahn. Nach menschlichen Ausdünstungen. Oder nach Parfüm, um eben diese zu überdecken. Und ob wir wollen oder nicht – wir nehmen das wahr. Ritas Nachbar zum Beispiel benutzt Parfüm zur biologischen Kriegsführung. Gegen Wühlmäuse. Von der Geruchsprobe, die Rita auf ihrer Hand hatte, war sie allerdings nur mäßig begeistert. Ihr seht schon – zu Gerüchen haben wir ein sehr emotionales Verhältnis. Woher das kommt, ob es eine Verpflichtung zur Hygiene gibt und wie wir nett sagen können: Du stinkst! – darüber sprechen wir in dieser Episode.

Die im Podcast zitierten Links sind:

Wie düfte uns manipulieren | Spektrum.de vom 25.05.2015

Bedeutung des Geruchs aus psychologischer Sicht | stangl-taller.at – zuletzt aufgerufen am 15.06.2017

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt."

Episode 10: Passivisch grundgetönte Aktivität

Um es mal mit Judith Holofernes zu sagen: „Wir müssen nur wollen!“ – eine These, die sie im damaligen „Wir sind Helden“-Song ordentlich auf den Prüfstand stellt. Und genau das tun auch Rita und ich, Nora, in unserer aktuellen Folge. Denn eins ist klar: Wenn wir keinen Bock darauf haben, dass uns hier alles aus dem Ruder läuft, dann müssen wir was tun. Wobei: Müssen wir? Alle? Und was braucht es dazu? Aktionismus? Oder doch eher Verweigerung?
Aktion ist erst mal das Naheliegende – und ist manchmal gar nicht so aufwändig wie es scheint, wie Cornelia Heyken von #ichbinhier auf dem Youtube-Channel von Jäger & Sammler erklärt. Am Ende brauchen wir aber vor allem erst mal ein Vokabular, sagt Rita. Wir müssen beschreiben lernen, wie unsere Situation ist – und was uns daran nicht passt. Da geh ich doch glatt mit!

"...das schmerzt mich erkenntnistheoretisch" - sagt Rita, wenn Beleidigungen einfach nicht zur Situation oder zum Thema passen

Episode 9: (K)ein Urlaub in Vulgarien

Achtung! Dieser Podcast enthält ganz explizit sehr explizite Beleidigungen! Aber wir müssen halt mal drüber reden. Und das Schöne: Beim Thema Schimpfen und Beleidigen sind wir zwei, Rita und Nora, wirklich sehr verschieden. Ich, Nora, bin da eher impulsiv und – ja, ich muss es wohl so sagen – vulgär. Und Rita hat da weniger den Hang zum Beleidigen. Aber warum machen wir das? Warum beleidigen wir und vor allem, warum benutzen wir dabei völlig unreflektiert Worte, die wir in einem ausgeglichenen Gemütszustand niemals verwenden würden? Für Rita übrigens ganz wichtig beim Thema beleidigen und beschimpfen: Wenn dann bitte kontextbasiert und korrekt! Ein großer Spaß mit Raum für Kreativität. Ach, bei der Gelegenheit: Schickt uns doch gerne eure kreativsten Schimpfworte via Mail oder Twitter. Von Rita habe ich im Nachgang noch folgendes gelernt: „Phallogozentristenarsch“ – eine schön feminismuszentrierte Beleidigung 😉

UPDATE 15. Juni 2017: Verteidigung der Beleidigung!

Moritz Klenk hat sich in seinem Podlog #163 mit unserer Folge auseinandergesetzt und ist ungefähr genau der gegenteiligen Meinung. Finden wir grundsätzlich sehr spannend und deshalb wollen wir an dieser Stelle gerne auch Moritz Podcast-Folge hier verlinken. Muss ja a) alles seine Vollständigkeit haben und b) sind da wirklich auch viele gute, weil kontroverse Gedanken drin. Erweitert definitiv den Horizont!