
Ein Araber-Hengstfohlen hat im Oktober 2017 die Netzwelt aufgewühlt! Seine Besitzer deklarieren es als „perfekte“ Züchtung und lassen sich feiern. Für viele andere Menschen ist diese Züchtung die Groteske eines Pferdes: Seepferdchenschnauze, Glubschaugen – Disney persönlich hätte es nicht besser zeichnen können. Vielen Tierärzten ist das Aussehen wiederum egal, sie beschäftigt die Frage, ob das Pferd überhaupt genug Luft bekommt.
Rita und Nora wiederum beschäftigt die Frage, wieso der Mensch überhaupt züchtet. Und ob beziehungsweise inwieweit Zucht moralisch vertretbar ist. Denn wenn der Mensch eingreift, werden die relevanten Merkmale nicht durch die Evolution bestimmt. Sondern zum Beispiel durch den Nutzen, den bestimmte Merkmale – egal ob bei Tieren oder Pflanzen – für den Menschen haben. Oder es werden ästhetische Merkmale bestimmt. Wo sind die Grenzen? Dürfen wir Tiere züchten, nur um sie anschließend zu töten und zu verspeisen? Und was ist mit Qualzuchten bei Hunden und Katzen? Tiere, denen Merkmale angezüchtet werden, die sie eigentlich krank machen. Ist das legitim?
Experiment öffentliche Schlachtung | Video bei Facebook über 1LIVE
Qualzucht: Pimp my dog | Video bei Facebook von Jäger & Sammler
Überzüchtetes Seepferchen-Pferd | Beitrag bei Deutschlandfunk Nova
Übergriffe des Menschen auf die Natur | Beitrag bei Deutschlandfunk Nova
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Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung. Nicht nur unser Körper verändert sich beständig, auch unsere Psyche passt sich den Umständen an. In unterschiedlichem Maße, aber jeder Mensch lernt. Allein das bedeutet Veränderung. Wie also können wir, um die Veränderung wissend, Beständigkeit versprechen? Wie können wir einen Treueschwur ableisten? Was macht uns loyal? Und warum? Rita und Nora bemühen sich um eine Unterscheidung der Begriffe Treue und Loyalität. Und landen vor allem erst mal bei sich selbst. Denn am Ende ist es schon schwer genug, sich selbst treu zu sein. Zumindest solange man gar nicht weiß, wer dieses Ich überhaupt ist, dem wir treu sein sollen – oder das am Ende vielleicht auch anderen die Treue verspricht.
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Premiere im WDDD-Podcast: Wir haben das erste Mal einen Gast. Dr. Matthias Burchardt, Philosoph an der Uni Köln. Matthias Burchardt bezeichnet sich selbst als Digitial Pioneer – er gehört zu den Menschen, die das Konstrukt Digitalisierung schon kennen, seit die ersten Pixel die weite Welt des Internets erobert haben. Als Text noch weit wichtiger war als Bilder. Zusammen mit ihm fragen wir uns: Was macht Digitalisierung mit uns als Menschen? Was bedeuten Interaktionsdesign und ständige Unterbrechung für unseren Alltag? Gibt es mehr Freiheiten oder macht uns das ständige im Netz sein zu Gefangenen von Maschinen und Algorithmen?
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Klingt komisch, aber Rita und Nora sprechen in dieser Episode ganz ernsthaft über Humor. Gut, bis auf die gelegenlichen Flach- und Wortwitzphasen, aber die haben wir euch in den Kapitelmarken gekennzeichnet. Auch sonst haben wir es diesmal etwas strukturierter angehen lassen: Wir haben uns von den Thesen Heinrich Lützelers leiten lassen – einem Bonner, der über die Philosophie des Kölner Humors geschrieben hat. Mit seiner Hilfe versuchen wir, Witz von Humor zu unterscheiden, widmen uns den Zynikern und der Ironie. Fröhnen der leichten Unterhaltung und lehnen es hin und wieder auch moralisch ab, dass sich jemand über etwas lustig macht.
Jimmy Kimmel nach dem Attentat in Las Vegas
Trevor Responds to the Las Vegas Shooting & Trump Tweets the Weekend Away: The Daily Show
Friedrich Schlegel, a.a.O., Fragment 37:
„Manche witzige Einfälle sind wie das überraschende Wiedersehen zwei befreundeter Gedanken nach einer langen Trennung.“
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Wann sind wir eigentlich glücklich? Und wie lange hält Glück eigentlich an? Wir haben einen Comic von The Oatmeal zugeschickt bekommen und haben ein bisschen darüber nachgedacht. Wir haben den Stoikern einen kleinen Besuch abgestattet, über Ataraxie gesprochen, über domestizierte Eichhörnchen, Gehirn-Orgasmen beim Rätsel lösen und die Frage, warum wir uns das Leben hier in Westeuropa eigentlich immer noch „leicht machen“ müssen.
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Das ist aber noch kein Grund in Panik zu verfallen. Denn der Sterblichkeit steht ja auch die Geburt gegenüber und das Mensch werden. Trotzdem verändert sich unser Blick auf das Leben, wenn wir uns unserer Sterblickeit bewusst werden. Wenn wir eh alle sterben, warum streben wir dann nach Sinn? Begeben wir uns zum Beispiel in ein Raumschiff und betrachten die Erde aus dem All, ist alles Menschsein zusammengeschrumpft auf einen winzigen blauen Punkt – angeleuchtet von der Sonne. Werden und Vergehen, gut und böse – alles wird eins. Ohne Unterschied.
Wir begeben uns mit euch in unendliche Weiten – und unendliche Tiefen. Auf der Suche nach Antworten auf existentielle Lebensfragen – Aug in Aug mit der Sinnlosigkeit.
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Der Radiolab Podcast über die Voyager: „Where the sun don’t shine“ (Ab 18’20“)
Die Liebesgeschichte, die auf der Golden Plate mit der Voyager ins All geschickt wurde: „Voyager’s love story„

Was ist eigentlich Schönheit? Wie können wir das definieren? Das fragt sich Rita, während sie zwei Menschen dabei zuschaut, wie sie sich über ein Kunstwerk streiten. Ist das jetzt schön? Oder eher nicht? Nora hat sich eine ähnliche Frage gestellt als sie einen Online-Artikel zu einem Beitrag über Brutalismus verfasst. Ist das jetzt schön? Faszinierend auf jeden Fall. Aber schön? Es bleibt ein zerissenes Gefühl und die Frage: Wie können wir eigentlich Schönheit auf einen gemeinsamen Nenner bringen? In der Diskussion landen wir bei Platon, Plotin und Schiller. Aber auch bei Depressionen und dem Wort Anästhese – die völlige Abwesenheit des Gefühls für das Schöne. Und nicht umsonst ist das Wort mit der Anästhesie verwandt… eine ziemlich spannende Reise durch die Gedankenwelt rund um die Schönheit.
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In Episode 6 hatten wir es ja schon mal von Höflichkeit – und irgendwie ist Nora mit dem Begriff nicht richtig warm geworden. Vielleicht liegt das an einem Missverständnis! Denn vor kurzem hatte Sven Preger bei Deutschlandfunk Nova den Sprachkünstler Fabian Neidhardt zu Gast. Seine These: Wir stellen Unverbindlichkeit ganz oft mit Höflichkeit gleich. Florian Neidhardt beschäftigt sich mit Weichmachervokabeln in der Sprache. Wir folgen ihm auf dieser Spur. Denn in unserer Sprache findet sich auch immer der Zeitgeist wieder. Wofür also brauchen wir die Verflüssigung? Wo ist sie gut? Wo hinderlich? Und was ist mit der vollständigen Verflüchtigung, wie sie sich zum Beispiel im Phänomen des Ghosting manifestiert? Bei aller Viskosität der Gedanken sind sich Rita und Nora am Ende einig: Wir brauchen die Verhärtung – für den Diskurs und die Streitkultur. Aber eben nicht nur.
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Inspiriert zu dieser Podcast-Episode hat uns der Talk von Fabian Neidhardt mit Sven Preger in „Eine Stunde Talk“ bei Deutschlandfunk Nova.

Was macht man eigentlich, wenn man über Minimalismus sprechen will und dann feststellt: Eigentlich haben wir nicht so richtig Ahnung von dem Thema? Kein Problem, sprechen wir halt über Dingbeziehungen. Schließlich sind die essentiell im Bezug auf Minimalismus. Und schon geht das Nähkästchen auf und Rita erzählt von ihren FAST libidinösen Beziehungen zu Stiften (schönes Wort übrigens „libidinös“) und Nora über die hässliche Weihnachtsmann-Glocke von Oma, die nie, aber auch wirklich nie zum Einsatz kommt. Wir stellen uns aber auch ganz essentielle Fragen. Warum hängen wir unser Herz eigentlich an Dinge? Warum fällt es uns so schwer, uns von Dingen zu trennen? Warum häufen wir Sachen an, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Und gibt es unterschiedliche Arten, Dinge zu kaufen? Eindeutig ja! Die Erklärung dazu, gibt’s in dieser Episode.
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Danke übrigens an den Daddies in Distress Podcast, bei denen es zufällig auch um Minimalismus ging, für diesen Link:

Das fängt ja schon gut an mit der Folge 13 – da vergessen wir glatt uns vorzustellen! Muss an der Zahl liegen! Ein perfekter Anlass, um über Aberglauben zu sprechen. Und wo landen wir? Bei der Frage, ob, wie, wann oder warum wir Glück herstellen wollen oder möchten. Oder eben auch nicht. Denn: Aberglaube versucht in erster Linie, Glück herzustellen, beziehungsweise Unglück abzuwenden. Und natürlich landen wir auch wieder bei dem guten alten Aristoteles. Und der Eudaimonia – den guten Dämonen. Und bei Selbsterhellung. Eine kleine Reise ins Glück – oder das, was wir darunter verstehen.
Und weil wir – verflixte Folge 13! – auch noch vergessen haben euch zu sagen, wie und wo ihr uns erreichen könnt, reichen wir das hier nach: Schickt uns euer Feedback gerne via Twitter (@WDDD_Podcast), Facebook, E-Mail (nora (at) wasdenkstdudenn.de oder rita (at) wasdenkstdudenn.de) – und auch im Sendegate sind schon Nachrichten an uns gelandet. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!
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Den Titel für diesen Podcast hat – mal wieder – Rita beigesteuert: