Episode 173: Nein sagen

Am 9. März 2026 sind alle Frauen in Deutschland aufgerufen zu streiken nach dem Vorbild des Frauenstreiks in Island. Gleichzeitig haben Viele das Gefühl: Wie soll das gehen? Ich kann doch nicht einfach Nein sagen?

Wir wagen das Gedankenspiel für alle, die noch nichts davon gehört haben, dass am 9. März gestreikt werden soll. Für alle die hadern, sich fragen, wie das gehen soll. Denn ist gibt gute und sehr handfeste Gründe, warum es vor allem Frauen, oder um es intersektional auszudrücken, nicht cis-männliche Personen eben nicht so einfach Nein sagen können. Und wir legen eine Gegenfolie an: Für wen ist es eigentlich leicht, Nein zu sagen?

Ritas Literaturliste:

  • Adorno, Theodor W. (1966): Negative Dialektik. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
  • Arruzza, Cinzia / Bhattacharya, Tithi / Fraser, Nancy (2019): Feminismus für die 99%. Ein Manifest. Matthes & Seitz: Berlin.
  • Benner, Dietrich (Hrsg.) (2005): Erziehung – Bildung – Negativität. ZfPäd, Beiheft 49. Weinheim u.a.: Beltz.
  • Bhattacharya, Tithi (Hrsg.) (2018): Social Reproduction Theory. Remapping Class, Recentering Oppression. Mit einem Vorwort von Lise Vogel. London: Pluto Press.
  • Fallwickel, Mareike (2025): Und alle so still. Hamburg: Rowohlt.
  • Federici, Silvia (2021): Revolution at Point Zero: Hausarbeit, Reproduktion und feministischer Kampf. Münster: Unrast.
  • Fraser, Nancy (2016): Contradictions of Capital and Care. In: New Left Review 100, S. 99–117.
  • Frost, Ursula (2010): Bildung bedeutet nicht Anpassung, sondern Widerstand. Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik 81 (3), S. 321–330.
  • Frost, Ursula (2013): Bildung ist auch Widerstand! In: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hrsg.): Marburger Bildungsaufruf. Frankfurt/Main. Online abrufbar unter: https://www.gew-hessen.de/fileadmin/userupload/1themen/marburgerbildungsaufruf/KFrostUrsulaBildungistauch_Widerstand.pdf (Datum des letzten Abrufs: 24.02.2026)
  • Han, Byung-Chul (2010): Müdigkeitsgesellschaft. Berlin: Matthes & Seitz.
  • Hegel, Georg Friedrich Wilhelm (2020): Phänomenologie des Geistes. Berlin: Suhrkamp.
  • Kollontai, Alexandra (1977): Die soziale Grundlage der Frauenfrage. Berlin: Dietz. [Orig. 1909]
  • Marx, Karl (1844): Ökonomisch-philosophische Manuskripte. In: Ders.: Frühschriften. Stuttgart: Reclam, S. 3–148.
  • Meyer-Drawe, Käte (2005): Anfänge des Lernens. In: Benner, Dietrich (Hrsg.): Erziehung – Bildung – Negativität. Weinheim u.a.: Beltz, S. 24–37.
  • Schutzbach, Franziska (2024): Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit. München: Droemer.
  • Vogel, Lise (2013): Marxism and the Oppression of Women. Toward a Unitary Theory. Leiden/Boston: Brill. [Orig. 1983] Online abrufbar unter: https://transreads.org/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-25656265c2d2e5eMarxismandtheOppressionOfWomen-LiseVogel-1987-RutgersUniversityPress-9780813512341-002de2be2803d34e3fcc03f68ac4b564-AnnasArchive.pdf (Datum des letzten Abrufs: 24.02.2026)

Episode 172: Über das Gute, Hoffnung und Solidarität

Was ist eigentlich das Gute? Und wie können wir uns selbst so in die Gesellschaft einbringen, dass mehr davon entsteht? Ein Gespräch über Hoffnung, Solidarität – und den Größenwahn, die Welt retten zu wollen.

Rita hat mit ihren Studis darüber diskutiert, was denn eigentlich das Gute ist und Nora hat sich auf der Suche nach mehr gesellschaftlichem Engagement mit Rutger Bregmans Buch „Moralische Ambitionen“ beschäftigt. Denn die Frage ist ja: Was ist eigentlich „das Gute“? Reicht es nicht auch, Dinge erstmal besser zu machen? Wo können wir ansetzen? Wie viele Menschen müssen wir erreichen, damit etwas wirklich und nachhaltig gut ist? Und finden wir Energie und Hoffnung für unser Tun? Sprechen wir drüber in dieser Folge „Was denkst du denn?“

Ritas Literaturliste:

  • Aristoteles (2006): Nikomachische Ethik. Übersetzt und hrsg. von Otfried Höffe. 5. Aufl. München: Beck.
  • Bentham, Jeremy (1988): An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. Amherst, NY: Prometheus Books. [Orig. 1789]
  • Foot, Philippa (2004): Die Natur des Guten. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Habermas, Jürgen (1991): Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktischen Vernunft. In: Ders.: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 100-118.
  • Honneth, Axel (1992): Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Kant, Immanuel (1990): Kritik der praktischen Vernunft. Hamburg: Meiner.
  • Kant, Immanuel (1998): Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. In: Akademie-Ausgabe IV. Berlin: de Gruyter.
  • Mill, John Stuart (1991): Utilitarianism. In: Ders.: On Liberty and Other Essays. Oxford: Oxford University Press.
  • Nagel, Thomas (1986): The View from Nowhere. Oxford: Oxford University Press.
  • Nussbaum, Martha (2006): Frontiers of Justice: Disability, Nationality, Species Membership. Cambridge, MA: Harvard University Press.
  • Rawls, John (1993): Political Liberalism. New York: Columbia University Press.

Noras Lesetipps:

  • Bregman, Rutger (2024): Moralische Ambitionen. Wie man aufhört, sein Talent zu vergeuden und etwas schafft, das wirklich zählt. Rowohlt.
  • Neubauer, Luisa / Reemtsma, Dagmar (2023): Gegen die Ohnmacht. Meine Großmutter, die Politik und ich. (Tropen Verlag)

Episode 171: Paternalismus und Autonomie

Bevormundung fühlt sich selten gut an. Und doch gibt es Situationen, in denen es sogar notwendig sein kann, dass jemand für uns und über unseren Kopf hinweg entscheidet. Zum Beispiel in einem medizinischen Notfall, aber auch in der sozialen Arbeit. Das Konzept der völligen Autonomie hingegegen lässt sich auch nur schwer einlösen. Schon allein deshalb, weil wir nunmal in Abhängigkeiten leben. Wir loten die beiden Begriffe und den Raum dazwischen für euch gewohnt humorvoll aus.

Außerdem gibt es noch zwei Neuigkeiten:

  1. Wir müssen leider Steady vorläufig einstellen und damit eure Möglichkeit, uns zu supporten. Hintergründe dazu erfahrt ihr direkt zu Beginn der Podcastfolge
  2. Ab Februar wird es „Was denkst du denn?“ nicht mehr auf Spotify geben. Schreibt uns gerne, wo ihr uns stattdessen gerne hören wollen würdet. Wir schauen, was möglich ist.

Ritas Literaturliste:

Motzke, Katharina (2014). Soziale Arbeit als Profession. Zur Karriere „sozialer Hilfstätigkeit“ aus professionssoziologischer Perspektive. Opladen, Berlin, Toronto.

Breitsameter, Christof (2011): Autonomie und Fürsorge. Zwei gegensätzliche Prinzipien? In: Breitsameter, Christof (Hrsg.): Autonomie und Stellvertretung in der Medizin : Entscheidungsfindung bei nichteinwilligungsfähigen Patienten. Stuttgart: Kohlhammer. S. 60-78.

DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.) (2025). Berufsethik des DBSH (2. Fassung). https://www.dbsh.de/media/public/dbsh-bund/Profession/2025-05-21DBSHBerufsethik2.Fassung.pdf (Letzter Abruf 30.12.2025)

Großmaß, Ruth (2016): Ethische Reflexion in der Sozialen Arbeit. In: Soziale Arbeit 65(3), S. 89–101.

Gutmann, Thomas (2023): Liberalism and (how to avoid) paternalism. In: ZEMO 6, S. 147-155.

Kovács, László (2017). Zur Rolle der Ethik in der Sozialen Arbeit. In: EthikJournal 2/2017.

Maaser, Wolfgang (2013). Sozialarbeiterische Profession im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle. In: EthikJournal, 1/2013.

Sonderfolge WissPodWeihnacht: Kinderrechte

22. Türchen des WissPod Adventskalenders 2025: Bis heute sind Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert. Und das liegt auch daran, wie unsere Gesellschaft auf Kinder schaut. Auf der einen Seite wollen wir sie zu Menschen erziehen, die besser sind als wir selbst. Auf der anderen Seite fällt es uns schwer, sie ehrlich und ernsthaft mit einzubeziehen in unser Leben und die Erwachsenenwelt. Genau da schauen wir in dieser Folge hin.

Diese Folge ist ein Teil des Wissenschaftspodcasts Adventskalenders 2025. Alle Türchen des Adventskalenders könnt ihr hier öffnen: wissenschaftspodcasts.de/adventskalender2025

Bildbeschreibung

Ritas Literaturliste:

  • El-Mafaalani, A./ Kurtenbach, S./ Strohmeier, K. P. (2025): Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Köln.
  • Hansen, R./ Knauer, R./ Sturzenhecker, B. (2015): Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Weimar. https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
  • Korczak, J. (1970): Das Recht des Kindes auf Achtung. Hrsg. von E. Heimpel und H. Roos. Göttingen.
  • Liebel, M. (2010): Diskriminiert, weil sie Kinder sind: ein blinder Fleck im Umgang mit Menschenrechten. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 5, S. 307–319.
  • Liebel, M. (2020a): Solidarische Hilfe? Kinderrechte als Leitlinie Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra 44, S. 326–327.
  • Liebel, M. (2020b): Unerhört. Kinder und Macht. Weinheim, Basel.
  • Maywald, J. (2016): Kinderrechte in der Kita. Kinder schützen, fördern, beteiligen. Freiburg i. Br.
  • Ritz, M. (2024): Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen. Münster.
  • Roth, Xenia (2010): Handbuch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita. Freiburg i.Br.
  • Staub-Bernasconi, S. (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit. Lokal, national, international, oder: Vom Ende der Bescheidenheit. Bern.
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Episode 170: Organspende

„Könnt ihr mal über das Thema Organspende sprechen?“ – Dieser Wunsch wurde vor einiger Zeit per Mail an uns herangetragen. Im Sommer. Gefühlt. Also eigentlich wars im Februar 2025. Aber nicht mal zehn Monate später haben wir es jetzt endlich geschafft.

Und holymoly, was für ein Thema! Denn an der Frage, ob wir uns dazu entscheiden, unsere Organe zu spenden hängen so viele verschiedene Themenbereiche und Fachdisziplinen, da bräuchte es eigentlich mehr als zwei Menschen, um da wirklich fachlich fundiert drüber zu sprechen. Deshalb versuchen wir eine Annäherung. Über persönliche Gefühle, praktische Gedanken und den Hinweis auf die vielen Fachdisziplinen, die sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzen. Das Wichtigste ist am Ende: Drüber sprechen. Gedanken und Wünsche mitteilen. Ob mit oder ohne Organspende-Ausweis oder -Tattoo. Denn diese Entscheidung betrifft uns eben doch nicht nur als Individuen.

Ritas Literaturliste:

  • Ach, Johann/ Anderheiden, Michael/ Quante, Michael (2000): Ethik der Organtransplantation. Erlangen. Erk, Christian (2014): Das Eigentliche des Todes. Ein Beitrag zur Be-Lebung der Debatte über Hirntod und Transplantation. In: Ethik in der Medizin 26, S. 121-135
  • Quante, Michael (2002): Personales leben und menschlicher Tod. Personale Identität als Prinzip der biomedizinischen Ethik. Frankfurt/Main.
  • Schaber, Peter (2022): Organspende – Geschenk oder moralische Pflicht?
  • Scheffer, Thomas/ Michaeler, Matthias/ Schank, Jan (2008): Starke und schwache Verfahren. Zur unterschiedlichen Funktionsweise politischer Untersuchungen am Beispiel der englischen „Hutton Inquiry“ und des „CIA-Ausschusses“ der EU. In: Zeitschrift für Soziologie, Jahrgang 37, Heft 5. Stuttgart, S. 423-444.
  • Wiesemann, Claudia/ Biller-Andorno, Nikola (2005): Medizinethik. Unter Mitarbeit von Andreas Frewer. Stuttgart, S. 57-71.

Unter https://www.organspende-info.de/ findet ihr viele weitere Informationen zum Thema Organspende. Einen Direktlink zum Quiz findet ihr in den Shownotes.

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Episode 169: Kinderrechte

Wenn wir über Care-Arbeit reden, sprechen wir häufig davon, wie Arbeit in der Erwachsenenwelt im Allgemeinen verteilt ist. Wessen Aufgabe es eigentlich ist, sich um die Kinderbetreuung zu kümmern, wer macht mehr, wer macht weniger.

Wir könnten aber auch anders diskutieren. Nämlich aus der Perspektive der Kinder und ihrer Rechte. Aus der Perspektive der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung dafür, dass Kinderrechte zur Geltung kommen. Denn würden wir die ernst nehmen, würden sich einige Diskussionen über die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit vielleicht auflösen.

Ritas Literaturliste

  • El-Mafaalani, A./ Kurtenbach, S./ Strohmeier, K. P. (2025): Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Köln.
  • Hansen, R./ Knauer, R./ Sturzenhecker, B. (2015): Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Weimar. https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
  • Korczak, J. (1970): Das Recht des Kindes auf Achtung. Hrsg. von E. Heimpel und H. Roos. Göttingen.
  • Liebel, M. (2010): Diskriminiert, weil sie Kinder sind: ein blinder Fleck im Umgang mit Menschenrechten. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 5, S. 307–319.
  • Liebel, M. (2020a): Solidarische Hilfe? Kinderrechte als Leitlinie Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra 44, S. 326–327.
  • Liebel, M. (2020b): Unerhört. Kinder und Macht. Weinheim, Basel.
  • Maywald, J. (2016): Kinderrechte in der Kita. Kinder schützen, fördern, beteiligen. Freiburg i. Br.
  • Ritz, M. (2024): Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen. Münster.
  • Roth, Xenia (2010): Handbuch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita. Freiburg i.Br.
  • Staub-Bernasconi, S. (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit. Lokal, national, international, oder: Vom Ende der Bescheidenheit. Bern.

Noras Linktipp:

Carolin Kebekus Show: Kita und Krawall – über Kita-Viren und Eltern-Chats

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Episode 168: Üppiges Chaos

Die Welt ist laut, chaotisch und alle schreien durcheinander. Wie kommen wir da zu Erkenntnissen? Wie finden wir Orientierung, Austausch und Zeit zuzuhören? Genau das ist Aufgabe von Moderation. Balance herzustellen. Das Leise lauter und das Laute leiser zu machen. Komplexität zu reduzieren, wo sie überfordert oder hinzuzufügen, wo sie weggelassen wird. Wir sprechen mit Moderatorin Elif Şenel über die Kunst zu moderieren.

Wer sie noch nicht kennt: Elif Şenel moderiert unter anderem das „Tagesgespräch“ bei WDR 5. Ein Format, in dem das hörende Publikum zu Wort kommt. Etwas, worauf man sich nicht vorbereiten kann, denn wer sich wie zu welchem Thema äußert, ist sehr unterschiedlich. Für Elif Şenel etwas Wunderbares, weil sie so mit Menschen ins Gespräch kommt, die sie vielleicht so auf der Straße gar nicht treffen würde. Aber natürlich ist das auch herausfordernd.

Ein Gespräch über die Kunst der Moderation, über Augenhöhe, Zuhören, echte Gespräche mit Erkenntnisgewinn und Fehlerkultur.

Ritas Literaturliste:

  • Anscombe, G. E. M. (2000): Absicht. Frankfurt/Main. [Orig. 1957]
  • Aristoteles (2020): Nikomachische Ethik. Griechisch–Deutsch, übersetzt und hrsg. von Gernot Krapinger. Stuttgart.
  • Lyssenko, Viktoria (2002): The hard task of hitting the mean: Aristotle’s mean (mesotes) and Buddha’s middle path (Majjhima Patipad). In: Acta Orientalia Vilnensia, S. 81-92.
  • Peters, Werner (1992): Mitte und Maß. In: Guggenberger, Bernd/ Hansen, Klaus (Hrsg.): Die Mitte. Vermessungen in Politik und Kultur. Wiesbaden.
  • Prüwer, Tobias (2011): Zwischen Skylla und Charybdis: Motive von Maß und Mitte: In: Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.): Ordnung. Macht, Extremismus. Wiesbaden, S. 59-84.

Elifs Literaturtipps:

  • Pörksen, Bernhard (2025): Zuhören – Die Kunst, sich der Welt zu öffnen. München.
  • Nordqvist, Sven (1997): Fndus und der Hahn im Korb. Hamburg.

Noras Literaturtipps:

  • Rabe, Anne (2025): Das M-Wort – Gegen die Verachtung der Moral. Stuttgart.
  • Sahebi, Gilda (2025): Verbinden statt spalten – Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung. Frankfurt am Main.

Noras Literaturtipps:

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Episode 167: Wer ist hier empowert?

Was ist eigentlich Empowerment? Das ist gar nicht so einfach zu klären, denn die inflationäre Verwendung des Begriffs sorgt zunehmend dafür, dass seine Bedeutung verschwimmt und zerfasert. Dabei ist der Grundgedanke, nämlich Räume zu schaffen, in denen Menschen eine Bestärkung ihres Selbst erfahren, grundsätzlich ein guter.

Aber auch Empowerment wird immer mehr zu einem Buzzword. Zum Geschäft. Und Nicole vom „Kleine Pause Podcast“ hat sich gefragt, welche Folgen das hat. Und welche Rolle auch Autorität dabei spielt, wenn Menschen sich gegenseitig bestärken und Macht und Machtpositionen gesellschaftlich neu verhandelt werden. Genau das versuchen wir in dieser Folge auszuloten und zu durchdenken.

Ritas Literaturliste:

  • Albert, Hans: Freiheit und Ordnung: Zwei Abhandlungen zum Problem einer offenen Gesellschaft. Beiträge zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik, Band 109. Tübingen 1986.
  • Arendt, Hannah: Was ist Autorität? In: Dies.: Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I. München 1994. S. 159-200. [Orig. 1956]
  • Neiman, Susan: Moralische Klarheit: Eine Anleitung für erwachsene Idealisten. Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. München. 2009.
  • Srinivasan, Amia: Das Recht auf Sex: Feminismus im 21. Jahrhundert. Aus dem Englischen von Tanja Handels. Frankfurt/Main. 2022.
  • Wille, Katrin: Feministische Theorie und Praxis der Autorität. In: Landweer, Hilge/ Newmark, Catherine (Hrsg.): Wie männlich ist Autorität? Frankfurt/Main, New York. 2018. S. 343-359. Online verfügbar unter https://www.uni-hildesheim.de/media/fb2/philosophie/Forschung_und_Promotion/Feministische_Kritik/Veroeffentlichungen/Wille-Autoritaet-Campus-2018.pdf (Datum des letzten Abrufs: 23.08.2025)

Nicoles Literaturtipps:

  • hooks, belle: Die Welt verändern lernen. Unrast. 2025
  • hooks, belle: Kritisch denken lernen. Unrast. 2025
  • hooks, belle: Gemeinschaft leben lernen. Unrast. 2025
  • Randak, Nadine: Emanzipation, Erziehung, Empowerment – Über einen (nicht nur) pädagogischen Paradigmenwechsel und seine Folgen. In: Gräber, Sebastian / Gutfleisch, Henning / Probst, Tarek / Stahl, Anna-Josepha / Viol, Patrick / Wevelsiep, Max (Hrsg): Halbbildung – Kritische Theorie der Pädgogik. Verbrecher-Verlag. 2025.
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Episode 166: Göttliches Gelächter

Hat Humor eigentlich Grenzen, wenn es um Religion geht? Wie viel Humor hat das Göttliche und warum reagieren Menschen sensibel, wenn über den Glauben gelacht wird? Mit diesen Fragen beschäftigen sich in dieser Folge des „Was denkst du denn? Podcast die Journalistin Nora Hespers, die Philosophin Dr. Rita Molzberger und der Theologe, Clown und Sportwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider.

Ritas und Stefans Literaturliste:

  • Fink, Eugen (1960): Nietzsches Philosophie. Stuttgart. (v.a. Kap. 1: Die Artisten-Metaphysik, S. 7-42)
  • Gaut, Berys Nigel (1998): Just Joking: The Ethics and Aesthetics of Humor. In: Philosophy and Literature 22 Baltimore, S. 51-68.
  • Göktürk, Deniz (2017): Die Komik der Kultur. In: Wirth, Uwe (Hrsg.): Komik. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart, S. 160-172.
  • Götz, Ignacio L. (2002): Faith, Humor and Paradox. Westport, CT.
  • Hemmelmann, Petra (2021): Ausgelacht? Die alte und neue Frage nach den Grenzen des Humors. In: Communicatio Socialis 1/2021. Online abrufbar unter https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/0010-3497-2021-1-7.pdf?downloadfullpdf=1 (Datum des letzten Abrufs: 14.07.2025)
  • Kehlmann, Daniel (2017): Tyll. Reinbek.
  • Körner, Felix (2021): Der religiöse Witz. Zur Unterdrückung von Unterdrückung. In: Winkler, Ulrich/Boerger, Christian/Klenk, Joel (Hrsg.): Von Peripherien und Zentren, Mächten und Gewalten. Jerusalemer Ansätze für eine postkoloniale Theologie. Münster, S. 191ff.
  • Menze, Nadia (2024): Zur Anatomie der Karikatur. Aschaffenburg.
  • Moore, Christopher (2002): Die Bibel nach Biff. München.
  • Niven, John (2012): Gott bewahre. München. 
  • Plass, Adrian (2020): Tagebuch eines frommen Chaoten. Moers.
  • Tucholsky, Kurt Wrobel, Ignaz: Was darf die Satire? Gesammelte Werke in 10 Bänden. Hrsg. von Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz. Band 2. Reinbek, S. 42 ff. [Orig. 1919]
  • Wieß, Andreas G. (2021): Ausgelacht?! Glaube und die Grenzen des Humors. Freiburg i. Br.
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Episode 165: Hold my Sachlichkeit

Allyship – ein viel genutzter Begriff, wenn es darum geht, marginalisierte und diskriminierte Menschen in ihrem Kampf um Wahrnehmbarkeit zu unterstützen, ihnen zur Seite zu stehen, Räume zu öffnen und zu halten. Immer wieder wird Allyship auch in sozialen Netzwerken thematisiert, gefordert und gelebt. Aber wie macht man das eigentlich richtig? Und wie kommen wir von performativer Allyship in gelebte Solidarität?

An konkreten Beispielen versuchen wir in dieser Folge, uns dem Begriff Allyship zu nähern und fragen uns, was es eigentlich braucht, um eine guter Ally zu sein? Und ob es am Ende ausschließlich um die Solidarität und Unterstützung von marginalisierten Personengruppen geht oder ob sich unser Engagement nicht eher auf ein drittes stützen muss – nämlich geteilten Werten. Und welche Rolle spielen dabei eigentlich Privilegien, Machtverhältnisse und Abhängigkeiten?

Ritas Literaturliste:

  • Fallwickl, Mareike (2025): Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen. Briefe an die kommenden Generationen, Band 5. München.
  • Kalina, Peter (2020): Performative Allyship. In: Technium Social Sciences Journal 11, S. 478-481.
  • Kaufmannn, Margrit E. (2021): Solidarität als Kritik. Gerechtigkeit in Zeiten von Abstandsregelungen, Appellen und Allyship. In: Sozialmagazin 8, S. 14 – 23.
  • Masurkewitz-Möller, Julia (2023): Formen der Solidarität. Eine Begriffssystematik. Bielefeld.
  • Roig, Emilia (2024): Lieben. Berlin.
  • Sunderman, Zachary (2023): Dilemmas of Allyship. White Anti-Racists and the Challenges of Social Justice. London.
  • Susemichel, Lea/ Kastner, Jens (Hrsg.) (2021): Unbedingte Solidarität. Münster.

Noras Literaturtipp:

  • Endler, Rebekka (2025): Witches, Bitches, It-Girls – Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen. Hamburg.
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