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Zitat von Hannah Arendt: "Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen bei Kant"

Episode 28: Geschwimmflügelte Worte

Eine Diskussion darüber, ob man sich in bestimmten Situationen „brav“ ist und sich lieber nicht einmischt oder im Gegenteil sich nicht doch auf jeden Fall einmischen muss, hat ein altbekanntes Zitat wieder an die Oberfläche gespült: „Niemand hat das Recht zu gehorchen!“ – So stand das Zitat zumindest vor gut zwei Jahren auf einem Infoscreen in der Berliner U-Bahn. Autorin des Zitats: Hannah Arendt. War zumindest so angegeben.Beim Googlen nach dem Zitat fällt dann aber auf. Das hat Hannah Arendt zwar fast so gesagt, aber es fehlten zwei entscheidende Dinge: ersten die beiden Wörtchen „bei Kant“ – und zweitens der Kontext.Und so stellen sich Rita und Nora der Frage, inwieweit der Kontext zwingend notwendig ist für das Hannah Arendt Zitat und ob es nicht doch in seiner Verkürzung trotzdem noch Sinn ergeben kann.

Quellen zum Hannah-Arendt-Zitat:

„Niemand hat das Recht zu gehorchen“ | falschzitate.blogspot.de

Das Zitat beginnt ab ca. 16:20 Minuten

Ritas Literaturliste:

  • Adorno, Theodor W.: Theorie der Halbbildung. Frankfurt/Main : Suhrkamp. 2006.
  • Arendt, Hannah: Das Urteilen. Texte zu Kants Politischer Philosophie. München : Pieper. 1998.
  • Breier, Karl: Hannah Arendt zur Einführung. Hamburg : Junius. 2011.
  • Neiman, Susan: Warum erwachsen werden? Eine philosophische Ermutigung. Berlin: Hanser. 2015.
  • Rasper, Martin: „No sports“ hat Churchill nie gesagt. Das Buch der falschen Zitate. Salzburg, München: Ecowin. 2017.
  • Straßenberger, Grit: Hannah Arendt zur Einführung. Hamburg : Junius. 2015.

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Rita: "Die Welt ist nicht sicher. Existenz ist bedroht. Immer" Nora: "Mit jedem Atemzug" Rita: "Und wir sterben um Himmels Willen! Das ist so."

Episode 18: Wir werden alle sterben!

Das ist aber noch kein Grund in Panik zu verfallen. Denn der Sterblichkeit steht ja auch die Geburt gegenüber und das Mensch werden. Trotzdem verändert sich unser Blick auf das Leben, wenn wir uns unserer Sterblickeit bewusst werden. Wenn wir eh alle sterben, warum streben wir dann nach Sinn? Begeben wir uns zum Beispiel in ein Raumschiff und betrachten die Erde aus dem All, ist alles Menschsein zusammengeschrumpft auf einen winzigen blauen Punkt – angeleuchtet von der Sonne. Werden und Vergehen, gut und böse – alles wird eins. Ohne Unterschied.
Wir begeben uns mit euch in unendliche Weiten – und unendliche Tiefen. Auf der Suche nach Antworten auf existentielle Lebensfragen – Aug in Aug mit der Sinnlosigkeit.

Ritas Literaturliste:

  • De Beauvoir, Simone: Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le Deuxième Sexe. 1949.]
  • Bollnow, Otto Friedrich: Lebensphilosophie und Existenzphilosophie. Schriften. Studienausgabe in zwölf Bänden, Band 4. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2009.
  • Camus, Albert: Der Mythos des Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. In neuer Übersetzung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le mythe de Sisyphe. 1942.]
  • Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Zur Krisenlage des modernen Menschen. Erziehungswissenschaftliche Vorträge. Würzburg: Königshausen & Neumann. 1989.
  • Sartre, Jean-Paul: Der Existenzialismus ist ein Humanismus und andere philosophische Essays 1943 – 1948. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: L’existentialisme est un humanisme. 1946.]
  • Buber, Martin: Ich und Du. Stuttgart: Reclam. 2008. [Original: 1923.]

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Weitere Links zum Thema:

Der Radiolab Podcast über die Voyager: „Where the sun don’t shine“ (Ab 18’20“)

Die Liebesgeschichte, die auf der Golden Plate mit der Voyager ins All geschickt wurde: „Voyager’s love story