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Browsing Tag: Verantwortung

Episode 169: Kinderrechte

Wenn wir über Care-Arbeit reden, sprechen wir häufig davon, wie Arbeit in der Erwachsenenwelt im Allgemeinen verteilt ist. Wessen Aufgabe es eigentlich ist, sich um die Kinderbetreuung zu kümmern, wer macht mehr, wer macht weniger.

Wir könnten aber auch anders diskutieren. Nämlich aus der Perspektive der Kinder und ihrer Rechte. Aus der Perspektive der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung dafür, dass Kinderrechte zur Geltung kommen. Denn würden wir die ernst nehmen, würden sich einige Diskussionen über die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit vielleicht auflösen.

Ritas Literaturliste

  • El-Mafaalani, A./ Kurtenbach, S./ Strohmeier, K. P. (2025): Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Köln.
  • Hansen, R./ Knauer, R./ Sturzenhecker, B. (2015): Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Weimar. https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
  • Korczak, J. (1970): Das Recht des Kindes auf Achtung. Hrsg. von E. Heimpel und H. Roos. Göttingen.
  • Liebel, M. (2010): Diskriminiert, weil sie Kinder sind: ein blinder Fleck im Umgang mit Menschenrechten. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 5, S. 307–319.
  • Liebel, M. (2020a): Solidarische Hilfe? Kinderrechte als Leitlinie Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra 44, S. 326–327.
  • Liebel, M. (2020b): Unerhört. Kinder und Macht. Weinheim, Basel.
  • Maywald, J. (2016): Kinderrechte in der Kita. Kinder schützen, fördern, beteiligen. Freiburg i. Br.
  • Ritz, M. (2024): Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen. Münster.
  • Roth, Xenia (2010): Handbuch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita. Freiburg i.Br.
  • Staub-Bernasconi, S. (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit. Lokal, national, international, oder: Vom Ende der Bescheidenheit. Bern.

Noras Linktipp:

Carolin Kebekus Show: Kita und Krawall – über Kita-Viren und Eltern-Chats

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Episode 138: Privilegien-Quartett

„Wie privilegiert kann man sein?“ – Dieser Satz hat jemanden in einem sozialen Jobnetzwerk zu einem Post veranlasst. Ein Post, in dem durchaus Wut über diesen Satz herauszulesen war. Aber warum fühlen wir uns eigentlich angegriffen, wenn wir auf unsere Privilegien angesprochen werden? Woher kommen diese Abwehr- und Verteidigungsmechanismen? Wir wollen in dieser Folge das Privileg beleuchten und warum es so schwer ist, aus dem Privilegien-Quartett auszusteigen.

Aber wenn wir nicht aussteigen können aus unseren Privilegien. Wenn sie sogar mehr werden, je mehr wir darüber reflektieren, je mehr Bewusstsein wir über sie erlangen – was machen wir denn dann damit? Das ist eine gar nicht mal so leichte Frage. Denn sie geht auch mit Schuld (Adorno) und Verantwortung einher.

Ritas Literaturliste:

Noras Literaturtipp:

  • Endler, Rebekka: Das Patriarchat der Dinge – Warum die Welt Frauen nicht passt. Köln 2021.
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Episode 100: Petze! Petze!

Unsere 100. Folge hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Glamouröser. Stattdessen gibt’s eine spontane Late-Night-Ausgabe, dafür aber mit einem hoch neuralgischen Thema: Es geht ums Petzen, Verraten und Denunzieren.

Es ist ein wirklich schwieriges Thema mit so vielen neuralgischen Punkten, dass wir kurz davor waren, diese Folge „Neuralgensalat“ zu nennen. Es geht ums Petzen und wie man das zum Beispiel vom Denunzieren unterscheidet. Geschickt hat uns das Thema unser Hörer Johannes. Und damit hat er uns eine echt schwierige Aufgabe gestellt. Denn das Thema ist zudem auch noch sehr unangenehm. Niemand ist gerne die Petze. Und trotzdem ist es manchmal angebracht, Konsequenzen herbeizuführen, wenn sich jemand so verhält, dass es anderen schadet. Oder zumindest potentiell schaden könnte. Nicht immer, aber oft spielt auch eine höhere Instanz eine Rolle. Lehrer:innen, Eltern – oder in Noras Fall ein Supermarktleiter, der stellvertretend einen Mitarbeiter zurecht weisen soll. Puh. War das gerechtfertigt?

P.S. Keine 100. Folge ohne Nietzsche!

Ritas Literaturliste:

  • Farin Urlaub Racing Team: Livealbum of Death. Track 6 „Petze“. Völker hört die Tonträger 2006.
  • Piaget, Jean: Das moralische Urteil beim Kinde. Stuttgart 1983.
  • Schrepfer, Manuel: Ich weiß, was du meinst! Theory of Mind, Sprache und kognitive Entwicklung. München 2013.
  • Simmel, Georg: Das Geheimnis. Eine sozialpsychologische Skizze. In: Der Tag, Nr. 626 vom 10. Dezember 1907. Abrufbar unter: https://socio.ch/sim/verschiedenes/1907/geheimnis.htm (Datum des letzten Abrufs: 29.10.2020)
  • Yucel, Meltem/Vaish, Amrisha: Young children tattle to enforce moral norms. In: Social Development, Vol. 27, Issue 4. November 2018, pp. 924-936.
  • Valtin, Renate (Hrsg.): Zur Entwicklung sozialkognitiver und moralischer Konzepte I. Was Kinder über Geheimnisse, Petzen und Strafe denken. Berlin 2020. Abrufbar unter: https://www.pedocs.de/volltexte/2020/20627/pdf/Valtin_2020_Was_Kinder_ueber_Geheimnisse_.pdf (Datum des letzten Abrufs: 29.20.2020)
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