Episode 26: Du bist nicht, was du denkst

Zitat von Fatih Cevikkollu

Fatih Çevikkollu ist Kabarettist und Schauspieler. Mit ihm zusammen widmen wir uns in dieser Episode dem Selbst. Oder dem Ich. Oder wie auch immer wir das nennen möchten, was uns so ausmacht. In Ritas Worten: „Wer ist das denn, der da beständig Ich sagt?“

Wir sprechen über die Suche nach dem Selbst, über den – nach Nietzsche – nicht vorhandenen Wesenskern und über das Aushalten von Unsicherheit, wenn wir das erkennen. Über den Menschen als Zuschreibungswesen, das seine Welt fortwährend analysiert und beschreibt, um sie zu verstehen – und doch nie zur Wahrheit vordringt, weil alles Konstrukt ist (Kant). Wir streifen den Unterschied von Wahlfreiheit und echter Autonomie, loten aus, wie ein Wir entsteht, wenn alle Ich sagen und sprechen über die Notwendigkeit, sich dezidiert zu artikulieren, um Gemeinschaft zu verhandeln. Klingt alles sehr hochtrabend? Keine Sorge. Wir bleiben gewohnt bodenständig und würzen die Konversation regelmäßig mit einer Prise Kölsch – rein sprachlich gesehen natürlich.

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3 COMMENTS

  1. Nana | 8th Jun 18

    Hallo! Als extrem unregelmäßig Podcast-Hörende bin ich wegen Grimme auf euch gestoßen und habe in manche Stücke reingehört, manche auch ganz fertig – wie diesen. Gefällt mir prinzipiell sehr gut! Ihr bezieht auch ja auf mehrere Philosophie-Richtungen. Welche mir noch fehlt – und insbesondere bei diesem – fehlt mir doch ein wenig die buddhistische. Ich bin zwar keine Buddhistin und auch keine Philosophin oder so, aber wenn ich über so Themen nachdenke/rede, gerate ich doch öfters gerade dahin. Wollte ich nur mal so als Notiz hierlassen 😉

    • nora@wddd | 11th Jun 18

      Hallo, das ist ein interessanter Gedanke, vielen Dank für dein Feedback! Vielleicht finden sich bei uns Gedanken wieder, die man durchaus dem Buddhismus zurechnen könnte. Wir sind allerdings beide keine Buddhismus-Expertinnen. Und es ist immer ein bisschen schwierig über etwas zu sprechen, bei dem man sich nur so semigut auskennt. Das überlassen wir dann unseren Gästen, die sich da intensiver mit beschäftigt haben 😉

      • Nana | 12th Jun 18

        Vielen Dank für die Antwort, Nora! Ich würde euch auch nicht so Buddhist.-Philosophie-Expertinnen machen wollen, aber anregen, sich doch damit etwas näher zu beschäftigen. Für mich gehört es total dazu, wenn man überhaupt an Philosophie interessiert ist. Ich liebe die Logik darin und die anregenden Sichtweisen. Z.B. die Überschrift: „Du bist nicht, was du denkst“ – dem entgegnet der Buddhismus (unter anderem und so, wie ich es verstehe), dass mehr oder weniger das Ziel ist, dahin zu kommen, was man denkt. Bzw. „Mind“ (finde ich etwas schwierig zu übersetzen) zu nutzen und zu trainieren für Erkenntnis und folglich Änderung. Um Mind und Handlungen/Gedanken/Wörter in Einklang mit den Zielen (Überwindung des „Leidens“) zu bringen. So arg verkürzt gesagt.

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