Episode 26: Du bist nicht, was du denkst

Zitat von Fatih Cevikkollu

Fatih Çevikkollu ist Kabarettist und Schauspieler. Mit ihm zusammen widmen wir uns in dieser Episode dem Selbst. Oder dem Ich. Oder wie auch immer wir das nennen möchten, was uns so ausmacht. In Ritas Worten: „Wer ist das denn, der da beständig Ich sagt?“

Wir sprechen über die Suche nach dem Selbst, über den – nach Nietzsche – nicht vorhandenen Wesenskern und über das Aushalten von Unsicherheit, wenn wir das erkennen. Über den Menschen als Zuschreibungswesen, das seine Welt fortwährend analysiert und beschreibt, um sie zu verstehen – und doch nie zur Wahrheit vordringt, weil alles Konstrukt ist (Kant). Wir streifen den Unterschied von Wahlfreiheit und echter Autonomie, loten aus, wie ein Wir entsteht, wenn alle Ich sagen und sprechen über die Notwendigkeit, sich dezidiert zu artikulieren, um Gemeinschaft zu verhandeln. Klingt alles sehr hochtrabend? Keine Sorge. Wir bleiben gewohnt bodenständig und würzen die Konversation regelmäßig mit einer Prise Kölsch – rein sprachlich gesehen natürlich.

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Fatih Çevikkollu und Rita Molzberger bei tbd

Fatih Çevikkollu bei Comedy mit Karsten

Benedict Cumberbatch: The Seven Ages of Man

Episode 25: Die Natur will das so!

Ein Araber-Hengstfohlen hat im Oktober 2017 die Netzwelt aufgewühlt! Seine Besitzer deklarieren es als „perfekte“ Züchtung und lassen sich feiern. Für viele andere Menschen ist diese Züchtung die Groteske eines Pferdes: Seepferdchenschnauze, Glubschaugen – Disney persönlich hätte es nicht besser zeichnen können. Vielen Tierärzten ist das Aussehen wiederum egal, sie beschäftigt die Frage, ob das Pferd überhaupt genug Luft bekommt.

Rita und Nora wiederum beschäftigt die Frage, wieso der Mensch überhaupt züchtet. Und ob beziehungsweise inwieweit Zucht moralisch vertretbar ist. Denn wenn der Mensch eingreift, werden die relevanten Merkmale nicht durch die Evolution bestimmt. Sondern zum Beispiel durch den Nutzen, den bestimmte Merkmale – egal ob bei Tieren oder Pflanzen – für den Menschen haben. Oder es werden ästhetische Merkmale bestimmt. Wo sind die Grenzen? Dürfen wir Tiere züchten, nur um sie anschließend zu töten und zu verspeisen? Und was ist mit Qualzuchten bei Hunden und Katzen? Tiere, denen Merkmale angezüchtet werden, die sie eigentlich krank machen. Ist das legitim?

Ritas Literaturliste:

  • Duve, Karen: Anständig essen. Ein Selbstversuch. 2. Auflage. Berlin: Galiani. 2011.
  • Foer, Jonathan Safran: Tiere essen. 6. Auflage. Köln: Kiepenheuer & Witsch. 2010.
  • Ladwig, Bernd: Das Recht auf Leben? Nicht nur für Personen. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 1/2007. Berlin: De Gruyter.
  • Nagel, Thomas: Wie ist es, eine Fledermaus zu sein? Eine ganz kurze Einführung in die Philosophie. Stuttgart: reclam. 1990.
  • Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder Über die Erziehung. Stuttgart: Reclam. 2001. [Original 1762]
  • Rousseau, Jean-Jacques: Träumereien eines einsamen Spaziergängers. Stuttgart: Reclam. 2003. [1787/88]
  • Singer, Peter: Animal Liberation. Die Befreiung der Tiere. Reinbek: Rowohlt. 1996.
  • Wolf, Ursula/Jens Tuider: Tierethische Positionen. [Mit weitergehenden Literaturhinweisen!] Abrufbar über die Website der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/bioethik/176364/tierethische-positionen?p=all

Links:

Experiment öffentliche Schlachtung | Video bei Facebook über 1LIVE

Qualzucht: Pimp my dog | Video bei Facebook von Jäger & Sammler

Überzüchtetes Seepferchen-Pferd | Beitrag bei Deutschlandfunk Nova

Übergriffe des Menschen auf die Natur | Beitrag bei Deutschlandfunk Nova

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Episode 24: Hoffnung – Denken Sie groß!

Zitat von Rita: Es ist eine Tragikomik in der wir leben, dass wir versuchen, es gut zu machen und die einzige Antwort dann der Tod ist. Für alle.

Ende November dreht die Band Erdmöbel zusammen mit Judith Holofernes das Video zum neuen Song „Hoffnungsmaschine“ auf dem Ebertplatz in Köln. Einem – so kommt es vielen vor – hoffnungslosen Ort mitten in der Stadt. Nora ist beim Dreh vor Ort – und seitdem beschäftigt sie der Song. Wo brauchen wir eigentlich Hoffnung im Alltag? Ist es eine Art moderner Hoffnungslosigkeit, dass wir aktuell anscheinend nur den Ist-Zustand verwalten, anstatt hoffnungsvoll eine bessers Zukunft zu gestalten? Rita hat sich dem Thema aus einer politischen Betrachtung her genähert. Große Visionen und Utopien als Ausdruck einer Hoffnung auf ein bessers Leben. Sie sagt: „Hoffnung ist ein Möglichkeitsentwurf in Zukunft“, der aber auch das Scheitern mit einbezieht.

Der Song „Hoffnungsmaschine“ von Erdmöbel und Judith Holofernes:

Ritas Literaturliste:

  • Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung. 3 Bände. 10. Auflage. Frankfurt /Main: Suhrkamp. 2013. [Original 1954-1959]
  • Boethius: Trost der Philosophie. Köln: Anaconda. 2006.
  • Comenius, Johann Amos: Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens. Weimar: Gustav Kiepenheuer Verlag. 1958 [Original 1631]
  • Marcel, Gabriel: Philosophie der Hoffnung. München: Paul List. 1957.
  • Morus, Thomas: Utopia. Übersetzt von Hermann Kothe. Köln: Anaconda. 2007. [Original 1516]

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Episode 23: Die hässliche kleine Schwester der Muße

Zitat von Rita: Die Langeweile scheint mir die hässliche kleine Schwester der Muße zu sein, weil da die Sinnzuweisung fehlt.

Langeweile. Die größte Angst des modernen Menschen. Dann doch lieber Ablenkung suchen. Ständig beschäftigt sein. Denn diese gähnende Leere gilt es tunlichst zu vermeiden. Aber was ist eigentlich Langeweile? Warum kann uns auch dann langweilig sein, wenn wir eigentlich beschäftigt sind? Und warum wird Langeweile oft als Motiv herangezogen, wenn sich zum Beispiel Jugendliche daneben benehmen oder gar gewalttätig werden. Wir gehen der Langeweile auf den Grund, beschäftigen uns mit Muße und Monotonie und machen einen kleinen kulturgeschichtlichen Exkurs. Dabei begegnen wir unter anderem dem Mittagsdämon. Uahhhh!!! Der war nämlich die Verkörperung der Langeweile im Mittelalter.

Ritas Literaturliste:

  • Bellebaum, Alfred: Langeweile, Überdruss und Lebenssinn. Eine geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung. Opladen: Westdeutscher Verlag. 1990.
  • Decher, Friedhelm: Besuch vom Mittagsdämon. Philosophie der Langeweile. 2. Auflage. Springer: zu Klampen Verlag. 2003.
  • Doehlemann, Martin: Langeweile. Deutung eines verbreiteten Phänomens. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 1991.
  • Heidegger, Martin: Die Grundbegriffe der Metaphysik. Freiburger Vorlesung Wintersemester 1929/30. Frankfurt/ Main: Vittorio Klostermann. 2010.
  • King, Vera/ Gerisch, Benigna (Hrsg.): Zeitgewinn und Selbstverlust. Folgen und Grenzen der Beschleunigung. Frankfurt/Main: Campus Verlag. 2009.
  • Safranski, Rüdiger: Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen. München: Hanser. 2015.
  • Svendsen, Lars: Kleine Philosophie der Langeweile. Frankfurt/Main und Leipzig: Insel Verlag. 2002.

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Episode 22: Wer sagt da Ich beim Treueschwur?

Zitat von Kraftklub aus dem Song Wie ich "Du bist gut, so wie du bist, bleib' dir treu Oder ich reiß' einfach alles ein und bau' die Scheiße neu"

Das einzig Beständige im Leben ist die Veränderung. Nicht nur unser Körper verändert sich beständig, auch unsere Psyche passt sich den Umständen an. In unterschiedlichem Maße, aber jeder Mensch lernt. Allein das bedeutet Veränderung. Wie also können wir, um die Veränderung wissend, Beständigkeit versprechen? Wie können wir einen Treueschwur ableisten? Was macht uns loyal? Und warum? Rita und Nora bemühen sich um eine Unterscheidung der Begriffe Treue und Loyalität. Und landen vor allem erst mal bei sich selbst. Denn am Ende ist es schon schwer genug, sich selbst treu zu sein. Zumindest solange man gar nicht weiß, wer dieses Ich überhaupt ist, dem wir treu sein sollen – oder das am Ende vielleicht auch anderen die Treue verspricht.

Ritas Literaturliste:

  • Buber, Martin: Zur Verdeutschung der Preisungen. Beilage zu Das Buch der Preisungen. Heidelberg: Lambert Schneider. 1958.
  • Horkheimer, Max/ Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung. Frankfurt/Main: Fischer. 1969.
  • Husserl, Edmund: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie. Hamburg: Meiner. 2007.
  • Knipp, Jens/ Meier, Frank (Hrsg.): Treue zur Wahrheit: Die Begründung der Philosophie Alain Badious. Münster: Unrast Verlag. 2010.
  • Koller, Hans-Christoph: Bildung anders denken. Einführung in die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse. Stuttgart: Kohlhammer. 2011.
  • Kraftklub: Wie ich. Album In Schwarz. 2014.
  • Rosa, Hartmut: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. (Hierin v.a.: Kap. IV.1 Angst und Begehren als elementare Formen der Weltbeziehung.) Berlin: Suhrkamp. 2016.
  • Rosenzweig, Franz: Der Mensch und sein Werk. Gesammelte Schriften, Band IV Sprachdenken im Übersetzen. Dordrecht/Boston/Lancaster: Martinus Nijhoff Publishers. 1984.
  • Wise Guys: Romanze. Album Radio. 2006.

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Der Song zum Podcast:

Episode 21: Digitalisierung – Friss oder stirb!

Zitat von Dr. Matthias Burchardt: Der Akteur im Feld des Internets ist nicht die Person, sondern der Avatar.

Premiere im WDDD-Podcast: Wir haben das erste Mal einen Gast. Dr. Matthias Burchardt, Philosoph an der Uni Köln. Matthias Burchardt bezeichnet sich selbst als Digitial Pioneer – er gehört zu den Menschen, die das Konstrukt Digitalisierung schon kennen, seit die ersten Pixel die weite Welt des Internets erobert haben. Als Text noch weit wichtiger war als Bilder. Zusammen mit ihm fragen wir uns: Was macht Digitalisierung mit uns als Menschen? Was bedeuten Interaktionsdesign und ständige Unterbrechung für unseren Alltag? Gibt es mehr Freiheiten oder macht uns das ständige im Netz sein zu Gefangenen von Maschinen und Algorithmen?

Links zur aktuellen Episode:

Literaturliste:

  • Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. München: Beck. 1956.
  • Arendt, Hannah: vita activa oder Vom tätigen Leben. München: Pieper. 1967.
  • Doctorov, Cory: Little Brother.
  • Doctorov, Cory: For the win.
  • Eggers, Dave: Der Circle. Köln: KiWi. 2013.
  • Elsberg, Marc: Blackout. Morgen ist es zu spät. Berlin: Blanvalet. 2012
  • Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. 9. Auflage. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 2008.
  • Graupe, Silja: Die Macht ökonomischer Bildung. Das ökonomische Menschenbild und sein Einfluss auf das Demokratieverständnis. In: Ursula Frost, Markus Rieger-Ladich (Hrsg.): Demokratie setzt aus. Gegen die sanfte Liquidation einer politischen Lebensform. Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik. Sonderheft. 2013, S. 85-112.
  • Han, Byung-Chul: Im Schwarm des Digitalen. Berlin: Matthes & Seitz. 2013.
  • Haraway, Donna: A Cyborg Manifesto. Simians, Cyborgs, and Women. The Reinvention of Nature. London: Free Association Books. 1984.
  • Hillenbrand, Tom: Drohnenland. Köln: KiWi. 2014
  • Harris, Michael John: The end of absence. Reclaiming what we’ve lost in a world of constant connection. London: Penguin. 2014.
  • Horkheimer, Max: Der Begriff der Bildung. In: Ders: Sozialphilosophische Studien. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 1972. [Orig. 1952]
  • Jungk, Robert (Hrsg.): Off Limits für das Gewissen. Briefwechsel zwischen Günther Anders und Claude Eatherly. Reinbek: Rowohlt. 1961.
  • Marinetti, Filippo: Das futuristische Manifest. In: Le Figaro. 20.02.1909.
  • Noltze: Die Leichtigkeitslüge. Über Musik, Medien und Komplexität. Hamburg: edition Körber-Stiftung. 2010.
  • Serres; Michel: Erfindet Euch neu! Eine Liebeserklärung an die vernetzte Generation. Frankfurt/Main: Suhrkamp. 2013.
  • Suarez, Daniel: Daemon.
  • Suarez, Daniel: Darknet.
  • Suarez, Daniel: Kill Decision.

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Episode 20: Humor ist ein Saft

Zitat von Rita Molzberger: Witz ist eigentlich der Vorläufer von Vernunft. Früher hieß witzig: Die Gabe, die man mitbekommen hat, zu verstehen.

Klingt komisch, aber Rita und Nora sprechen in dieser Episode ganz ernsthaft über Humor. Gut, bis auf die gelegenlichen Flach- und Wortwitzphasen, aber die haben wir euch in den Kapitelmarken gekennzeichnet. Auch sonst haben wir es diesmal etwas strukturierter angehen lassen: Wir haben uns von den Thesen Heinrich Lützelers leiten lassen – einem Bonner, der über die Philosophie des Kölner Humors geschrieben hat. Mit seiner Hilfe versuchen wir, Witz von Humor zu unterscheiden, widmen uns den Zynikern und der Ironie. Fröhnen der leichten Unterhaltung und lehnen es hin und wieder auch moralisch ab, dass sich jemand über etwas lustig macht.

Clips zum Thema Las Vegas

Jimmy Kimmel nach dem Attentat in Las Vegas
Trevor Responds to the Las Vegas Shooting & Trump Tweets the Weekend Away: The Daily Show

Ritas Literaturliste

  • Freud, Sigmund (1925): Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. In: Gesammelte Schriften, Band 9. Leipzig, Wien, Zürich: Internationaler Psychoanalytischer Verlag
  • Lützeler, Heinrich (1954): Philosophie des Kölner Humors. Honnef/Rh.: Peters.
  • Pleßner, Helmuth (2003): Lachen und Weinen. Eine Untersuchung nach den Grenzen menschlichen Verhaltens. Frankfurt/Main: Suhrkamp. [Original: 1941]
  • Schlegel, Friedrich (1986): Athenäums-Fragmente und andere Schriften. Stuttgart: Reclam. [Original: 1798] Zugänglich auch über http://www.zeno.org/Literatur/M/Schlegel,+Friedrich/Fragmentensammlungen/Fragmente

Schmankerl:

Friedrich Schlegel, a.a.O., Fragment 37:

„Manche witzige Einfälle sind wie das überraschende Wiedersehen zwei befreundeter Gedanken nach einer langen Trennung.“

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Episode 19: Glück ist ein domestiziertes Eichhörnchen

Rita stellt fest: Aha die Nora ist Stoikerin. Nora antwortet: Watt bin ich?

Wann sind wir eigentlich glücklich? Und wie lange hält Glück eigentlich an? Wir haben einen Comic von The Oatmeal zugeschickt bekommen und haben ein bisschen darüber nachgedacht. Wir haben den Stoikern einen kleinen Besuch abgestattet, über Ataraxie gesprochen, über domestizierte Eichhörnchen, Gehirn-Orgasmen beim Rätsel lösen und die Frage, warum wir uns das Leben hier in Westeuropa eigentlich immer noch „leicht machen“ müssen.

Ritas Literaturliste:

  • Aristoteles: Nikomachische Ethik. Übersetzt von Franz Dirlmeier. Stuttgart: Reclam. 2003.
  • Bollnow, Otto Friedrich: Das Wesen der Stimmungen. Studienausgabe in 12 Bänden. Band 1. Würzburg: Könisghausen & Neumann. 2009.
  • Fuchs, Birgitta/ Farokhifar, Karin/ Schütte, André (Hrsg.): Glück. Annäherungen an einen unsteten Zustand. Reihe nachdenken. Band 1. Rheinbach: CMZ. 2012.
  • “Glück/ Glückseligkeit” in: Mittelstraß, Jürgen (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Stuttgart, Weimar: Metzler. 1995.
  • Pieper, Annemarie: Glückssache. Die Kunst gut zu leben. 4. Auflage. München: dtv. 2007.
    Wolf, Ursula: Aristoteles‘ Nikomachische Ethik. PDF verfügbar unter d-nb.info.

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Und das ist der Cäthe-Song, von dem Rita und Nora gesprochen haben:

Episode 18: Wir werden alle sterben!

Rita: "Die Welt ist nicht sicher. Existenz ist bedroht. Immer" Nora: "Mit jedem Atemzug" Rita: "Und wir sterben um Himmels Willen! Das ist so."

Das ist aber noch kein Grund in Panik zu verfallen. Denn der Sterblichkeit steht ja auch die Geburt gegenüber und das Mensch werden. Trotzdem verändert sich unser Blick auf das Leben, wenn wir uns unserer Sterblickeit bewusst werden. Wenn wir eh alle sterben, warum streben wir dann nach Sinn? Begeben wir uns zum Beispiel in ein Raumschiff und betrachten die Erde aus dem All, ist alles Menschsein zusammengeschrumpft auf einen winzigen blauen Punkt – angeleuchtet von der Sonne. Werden und Vergehen, gut und böse – alles wird eins. Ohne Unterschied.
Wir begeben uns mit euch in unendliche Weiten – und unendliche Tiefen. Auf der Suche nach Antworten auf existentielle Lebensfragen – Aug in Aug mit der Sinnlosigkeit.

Ritas Literaturliste:

  • De Beauvoir, Simone: Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le Deuxième Sexe. 1949.]
  • Bollnow, Otto Friedrich: Lebensphilosophie und Existenzphilosophie. Schriften. Studienausgabe in zwölf Bänden, Band 4. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2009.
  • Camus, Albert: Der Mythos des Sisyphos. Ein Versuch über das Absurde. In neuer Übersetzung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: Le mythe de Sisyphe. 1942.]
  • Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Zur Krisenlage des modernen Menschen. Erziehungswissenschaftliche Vorträge. Würzburg: Königshausen & Neumann. 1989.
  • Sartre, Jean-Paul: Der Existenzialismus ist ein Humanismus und andere philosophische Essays 1943 – 1948. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt TB. 2000. [Original: L’existentialisme est un humanisme. 1946.]
  • Buber, Martin: Ich und Du. Stuttgart: Reclam. 2008. [Original: 1923.]

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Weitere Links zum Thema:

Der Radiolab Podcast über die Voyager: „Where the sun don’t shine“ (Ab 18’20“)

Die Liebesgeschichte, die auf der Golden Plate mit der Voyager ins All geschickt wurde: „Voyager’s love story

Episode 17: Schönheit ist Futter für die Seele

Schönheit ist Futter für die Seele

Was ist eigentlich Schönheit? Wie können wir das definieren? Das fragt sich Rita, während sie zwei Menschen dabei zuschaut, wie sie sich über ein Kunstwerk streiten. Ist das jetzt schön? Oder eher nicht? Nora hat sich eine ähnliche Frage gestellt als sie einen Online-Artikel zu einem Beitrag über Brutalismus verfasst. Ist das jetzt schön? Faszinierend auf jeden Fall. Aber schön? Es bleibt ein zerissenes Gefühl und die Frage: Wie können wir eigentlich Schönheit auf einen gemeinsamen Nenner bringen? In der Diskussion landen wir bei Platon, Plotin und Schiller. Aber auch bei Depressionen und dem Wort Anästhese – die völlige Abwesenheit des Gefühls für das Schöne. Und nicht umsonst ist das Wort mit der Anästhesie verwandt… eine ziemlich spannende Reise durch die Gedankenwelt rund um die Schönheit.

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